Mein Statement zum Hiroshimatag 2021 der österreichischen Friedensbewegung: „Die Ausrottung des Hungers bis zum Jahr 2030 lautet ein zentrales Ziel der Sustainable Development Goals der Vereinten Nationen. Noch haben wir 9 Jahre Zeit, dieses überfällige Ziel zu erreichen. Doch es sieht nicht danach aus, dass wir es schaffen werden. Dazu kommen weitere globale Herausforderungen, allem voran die Umweltkrisen, der Klimawandel, das Artensterben, die Versauerung der Meere, die Degradation von Böden. Was hat dies mit Hiroshima zu tun? 1,9 Billionen Dollar, eine unvorstellbare Summe, werden laut Friedensforschungsinstitut SIPRI jährlich für Rüstung und Militär ausgegeben, darunter beträchtliche Mittel zur ´Modernisierung´ der Atomwaffenarsenale. Eine gigantische Wertvernichtung und zugleich ein fortgesetztes Zündeln, ein Drehen an der Konfliktspirale. Ein viel lauterer weltweiter Aufschrei gegen das erneute Wettrüsten ist nötig. Ein ´Menschenbeben´ wie die Friedensbewegung der 1980er-Jahre, die Robert Jungk in seinem gleichnamigen Buch beschrieben hat. Wir müssen die Bewegungen für Klima- und Artenschutz, für eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung sowie für Demilitarisierung der internationalen Beziehungen einschließlich des Zurückfahrens der Militärhaushalte gemeinsam denken und Widerstand aufbauen. Das gute Leben für alle muss das Ziel sein, nicht die Bereicherung von wenigen.“ Mag. Hans Holzinger, Robert-Jungk-Bibliothek für Zukunftsfragen